Ratgeber Verkaufen

Haus privat verkaufen: Die wichtigsten Schritte

Aktualisiert am 17. August 2026

Ein Haus lässt sich auch ohne Makler verkaufen. Der Ablauf ist immer derselbe, egal ob ein Profi ihn steuert oder Sie selbst: Preis festlegen, Unterlagen zusammenstellen, Käufer finden, Kaufvertrag beim Notar abschließen. Wer die Schritte in der richtigen Reihenfolge geht, spart sich später viel Hin und Her.

1. Angebotspreis festlegen

Der Preis ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Verkauf. Ein zu hoher Preis schreckt Interessenten ab und lässt das Inserat monatelang liegen, ein zu niedriger verschenkt Geld. Vergleichen Sie ähnliche Objekte in Ihrer Lage, prüfen Sie die Bodenrichtwerte und holen Sie im Zweifel eine unabhängige Einschätzung ein. Wie eine Bewertung grundsätzlich funktioniert, erklärt unser Artikel Was ist meine Immobilie wert?

2. Unterlagen zusammenstellen

Käufer und deren Banken fragen früh nach Grundbuchauszug, Grundrissen, Wohnflächenberechnung und Energieausweis. Wer diese Unterlagen erst nach der ersten Besichtigung beschafft, verliert Wochen. Eine vollständige Liste finden Sie im Artikel Welche Unterlagen braucht man beim Hausverkauf?

3. Exposé und Fotos erstellen

Das Exposé beantwortet die Fragen, die jeder Interessent stellt: Lage, Wohnfläche, Zimmer, Baujahr, Zustand, Heizung, Preis. Gute Fotos entstehen bei Tageslicht, mit aufgeräumten Räumen und wenigen, dafür aussagekräftigen Motiven. Übertreibungen rächen sich spätestens bei der Besichtigung.

4. Inserieren und Anfragen sortieren

Veröffentlichen Sie das Angebot dort, wo Käufer suchen. Auf immobilienkleinanzeigen.de können Sie Ihr Haus kostenlos einstellen. Rechnen Sie mit Anfragen sehr unterschiedlicher Qualität. Ein kurzes Telefonat vor der Besichtigung zeigt meist schnell, wer ernsthaft sucht.

5. Besichtigungen führen

Planen Sie Einzeltermine statt Sammelbesichtigungen, dann bleibt Zeit für Fragen. Seien Sie ehrlich bei bekannten Mängeln: Verschwiegene Schäden können nach dem Verkauf zu Rückabwicklung oder Schadensersatz führen.

6. Bonität prüfen und verhandeln

Bevor Sie einem Käufer zusagen, lassen Sie sich eine Finanzierungsbestätigung der Bank oder einen Eigenkapitalnachweis zeigen. Erst danach lohnt sich die Preisverhandlung. Legen Sie vorab fest, wo Ihre Schmerzgrenze liegt.

7. Notartermin und Übergabe

Der Kaufvertrag wird in Deutschland immer notariell beurkundet, den Entwurf erstellt der Notar. Gezahlt wird erst, wenn die Voraussetzungen aus dem Vertrag erfüllt sind, meist nach Eintragung der Auflassungsvormerkung. Zur Übergabe gehört ein Protokoll mit Zählerständen, Schlüsseln und dem Zustand des Hauses.

Ob sich der Aufwand in Eigenregie lohnt oder ein Makler die bessere Wahl ist, hängt von Zeit, Erfahrung und Objekt ab. Eine Entscheidungshilfe bietet der Artikel Makler oder Privatverkauf?

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