Beim Verkauf einer Immobilie stehen am Anfang zwei Wege: alles selbst machen oder einen Makler beauftragen. Beide führen zum Ziel. Der Unterschied liegt in Kosten, Zeitaufwand und dem Risiko, Fehler zu machen.
Was der Makler kostet
Die Maklerprovision liegt je nach Bundesland meist zwischen fünf und sieben Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Seit Ende 2020 gilt bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen: Verkauft ein Makler an einen privaten Käufer, trägt der Verkäufer mindestens die Hälfte der Provision. Bei einem Kaufpreis von 500.000 € stehen damit für den Verkäufer schnell 15.000 € oder mehr im Raum. Das ist das stärkste Argument für den Privatverkauf.
Was der Makler dafür leistet
Ein guter Makler bewertet die Immobilie, erstellt Exposé und Fotos, schaltet Anzeigen, filtert Anfragen, führt Besichtigungen, prüft die Bonität der Interessenten und begleitet bis zum Notartermin. Das sind je nach Objekt viele Dutzend Arbeitsstunden, die sonst bei Ihnen liegen. Dazu kommt Verhandlungserfahrung: Wer täglich Preise verhandelt, lässt sich von Taktiken der Kaufinteressenten seltener unter Druck setzen.
Wann der Privatverkauf gut funktioniert
Der Verkauf in Eigenregie passt, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein gefragter Markt, in dem sich Käufer ohnehin melden, ein Objekt ohne Besonderheiten wie Erbengemeinschaft, Nießbrauch oder Sanierungsstau, und genug Zeit für Anfragen und Besichtigungen. Wer werktags erreichbar ist und sich in die Unterlagen einarbeitet, kann die Provision komplett sparen. Den Ablauf beschreibt unser Artikel Haus privat verkaufen.
Wann der Makler die bessere Wahl ist
Ein Makler lohnt sich vor allem, wenn der Preis schwer einzuschätzen ist, das Objekt erklärungsbedürftig ist oder die Distanz fehlt: Wer im Elternhaus aufgewachsen ist, verhandelt selten nüchtern über dessen Schwächen. Auch bei Verkäufen aus dem Ausland oder unter Zeitdruck nimmt ein Profi viel Last ab. Achten Sie bei der Auswahl auf regionale Referenzen, eine nachvollziehbare Preisherleitung und einen Vertrag mit klarer Laufzeit.
Der Mittelweg
Zwischen beiden Wegen liegt eine oft übersehene Option: privat starten und den Makler erst holen, wenn der Verkauf nach einigen Wochen nicht anläuft. Wichtig dabei ist ein realistischer Startpreis, denn ein Objekt, das monatelang überteuert inseriert war, gilt bei Interessenten schnell als schwer verkäuflich.
Auf immobilienkleinanzeigen.de inserieren Makler und Privatverkäufer kostenlos. Für den Start in Eigenregie ist das ein risikofreier erster Schritt.
